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Slot 3 | K. Wengler; J. Hüther & L. Lichel: Wie können wir das Flair unserer Hochschule in den virtuellen Raum übertragen? – Onboarding für Neustudierende
Di, 23. Febr. 2021 15:40

K. Wengler, DHBW Karlsruhe; J. Hüther & L. Lichel (FH Graubünden):
Wie können wir das Flair unserer Hochschule in den virtuellen Raum übertragen? – Onboarding für Neustudierende

Die wesentlichen Faktoren beim Lernen wie Feedback, soziale Eingebundenheit, Motivation und Kommunikation, lassen sich nur unterschiedlich leicht in den virtuellen Online-Modus übertragen. Insbesondere für Neustudierende an Präsenzhochschulen spielt die persönliche, direkte Kommunikation, Kennenlernen und sozialer Austausch eine zentrale Rolle für das Commitment und Start in ein Studium.

«Das Campusleben wird durch die Digitalisierung jedoch nicht ersetzt.» Das bestätigt auch die aktuelle Studie des Stifterverbands in Zusammenarbeit mit McKinsey & Company, Inc.. «Studierende honorieren zwar die Reaktionsschnelligkeit der Hochschulen; gleichzeitig sinkt die Zufriedenheit mit der Lernerfahrung im Vergleich zum Wintersemester (85 Prozent) im Sommersemester jedoch auf einen Anteil von 51 Prozent. Gründe dafür finden sich unter anderem im mangelnden Sozialleben unter Studierenden, in Motivations- und Konzentrationsproblemen beim Lernen zuhause sowie in unzureichenden Austauschmöglichkeiten mit Lehrenden.» 

Im Distance Learning Modus an der DHBW sowie FHGR wurden im Sommer 2020 systematische Ansätze verfolgt, um das sogenannte Onboarding für Studierende im Online-Modus zu unterstützen.

Ziele der Aktivitäten und spielerischen Aufgaben waren die Stärkung des Wir-Gefühls, Teambuilding, Feedback-Kultur zu erleben und Motivation für das Studium herzustellen bzw. aufrecht zu erhalten. Damit einher gehen spielerische Elemente wie spontane Challenges, Verlosungen oder einer gemeinsamen Playlist. Weitere Kreativaufgaben, Quizzes oder gemeinsame virtuelle ‘Business Lunches’ ergänzen das Spektrum.

Das Ankommen im digitalen Raum funktioniert am besten, wenn es körperlich, geistig, sozial und emotional passiert. Hier ein kleines Beispiel: „Holen Sie einen Gegenstand, der Sie ausmacht?“ (1 min) – dieser wird dann in die Kamera gehalten und in einem Satz erklärt (z. B. alle halten den Gegenstand gleichzeitig in die Kamera und einzelne Studierende werden gefragt (ca. 4 min) nach der Pause oder während der Vorlesung kommen weitere dran usw.). 

- Körperlich – Studierende holen etwas und setzen sich bewusst wieder an den Computer - Geistig – sie müssen sich überlegen, welchen Gegenstand sie holen und was sie zu dem Gegenstand sagen möchten 
- Sozial – Sie und die Studierenden lernen sich näher kennen und bauen eine emotionale Bindung auf 
- Emotional – Es gibt etwas zu lachen, ich höre etwas Interessantes etc. 

Die hauptsächlich genutzten Werkzeuge für diese Massnahmen, waren neben den Videoconferencing-Systemen noch Slack, Mural-/ BBB-/ conceptboard- Whiteboards sowie die Lernplattform Moodle eingebunden.

Der Workshop bietet intensiv die Gelegenheit, diese Methoden zur Stärkung des Gruppengefühls und der Semestergemeinschaft zu erproben und selbst zu erleben. Im Anschluss werden die Eindrücke aus der Gruppe gesammelt und diskutiert. Die Referentinnen werden zum Schluss ihre Empfehlungen für Dos und Don’ts mit der Gruppe teilen. Dieser Workshop ist für alle Kolleginnen und Kollegen interessant, die Anregungen für die Interaktion mit Studierenden im virtuellen Setting suchen.
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